pgp, web of trust, …

nachdem ich ja vor paar tagen die benutzbarkeit von enigmail kritisiert habe, hab ich heute einen beitrag über die grundlegenden designflaws von pgp gelesen und dabei insbesondere den verlinkten mailinglistenbeitrag zu den problematiken vom web of trust spannend gefunden, weil der ein paar mögliche alternativen aufzeigt.

das web of trust modell ist im grunde eine gute idee, allerdings ist die art der implementierung etwas flawed. im grunde könnte es reicht einfach sein: public keys sollte ich auch nur von vertrauenswürdigen leuten kriegen, nicht von einer zentralen stelle, wo alle hinposten können. und das sollte möglichst einfach und unkompliziert funktionieren.

wobei das natürlich subjektiv ist, was einfach und unkompliziert ist, aber wenn ich von einer bekannten die nr von ihrer bekannten bekomme gehe ich mal davon aus, dass die nr stimmt. ins telefonbuch schau ich generell eher nicht, auch wenn’s sicher für bestimmte dinge praktisch ist, sowas wie ein telefonbuch zu haben.

alternativ-betriebe

bin grad an so einem punkt in meinem leben, wo ich mich wieder für was entscheiden muss, wo’s hingehen soll bzw. wie ich weitermachen möchte. mein bachelorstudium informatik hab ich schon seit november abgeschlossen.

eine idee wäre es – einen diskussionspunkt über fairtrade aufgreifend, dass es meist nur konsum-artikel (bananen, kleidung, kaffee, …) sind, die konsumkritische menschen konsumieren. auch wenn’s mittlerweile schon erste experimente im elektronik-bereich gibt, wie das fairphone oder die fair mouse, die zumindest teil-fair sind – genau dasselbe zu machen für andere produkte, wie zigaretten oder nagellack.

letzteres fänd ich spannend, weil ich davon kaum eine ahnung habe, aber schon denke, dass die produktionsbedingungen von einem kosmetik-produkt kaum bekannt sind.

auf wikipedia find ich 3 inhaltsstoffe:
* nitrocellulose
* (leichtflüchtige) lösungsmitteln
* farppigmente

auf youtube gibt’s auch diverse diy-videos wie eins aus klarlack mit (meist lidschatten-)farbpigmenten sich was eigenes zammixen kann. aber da weiß ich auch nicht woher farbpigmente oder klarlack kommt. (vielleicht generell ein problem in unserer warenproduzierenden gesellschaft, wo wir kaum was über die herkunft und produktionsbedingungen der produkte wissen und es uns auch zu gewissen graden scheißegal ist).

naja, an dem punkt muss ich meine recherchen (warum ist es so aufwändig so sachen herauszufinden? gibt’s eine website die das schon irgendwie dokumentiert? …) scho auch beenden, weil ich grad keinen nagellack bei hand hab, keine lust hab chemie zu studieren und ich eigentlich nicht darüber schreiben wollte.

zigaretten wären auch spannend selber zu vertreiben und da ist es auch wahrscheinlicher unterstützenswerte kollektive zu finden, nach vorbild vom zapatistischen kaffee wie es aroma zapatista oder cafe libertad machen – wobei ich auch da die genaueren produktionsbedingungen nicht kenne – ein nachbar hat mir jedenfalls mal gesagt, dass es sich nicht lohnen würde, selber tabakpflanzen anzubauen, weil der ertrag zu gering wäre… desweiteren gibt’s auch noch eine tabaksteuer, die mich auch davor abhält das ernster anzugehen. müsste sich halt eins ausrechnen, ob sich das lohnt, wenn eins zu marktüblichen preisen verkauft und faire preise an produzent_innen zahlen möchte, also ob sich eins durch nicht-profitmaximierung und geld in werbeindustrie stecken – soviel sparen kann.

generell find ich die frage, wie eine solidarökonomische produktion ausschauen könnte und ob die trennung von produzent_in – konsument_in nicht auch eher problematisch ist. ein alternativ-geführter betrieb ist trotzdem der kapitalistischen verwertungslogik und dem sich daraus ergebenden leistungsdruck unterworfen, wenn er nicht zugrunde gehen möchte. und darum ging’s in der eingangs geführten diskussion über fair trade – inwiefern da nicht ein label eingeführt wird, damit eins wieder ohne über produktionsbedingungen nachdenken zu müssen (und damit mit “gutem gewissen”™) konsumieren kann.

blablupp.

Enigmail Usability

In letzter Zeit wieder häufiger E-Mails verschlüsselt und scho der Meinung, dass an der Art und Weise wie das Programm funktioniert einiges falsch läuft.

Schlüssel erstellen für neuen Account

Beim Einrichten eines neuen Accounts sollte gleich Einstellungsmöglichkeiten für GnuPG-Verschlüsselung sein, wie das Erstellen eines Schlüssels für den Account bzw. das Importieren eines vorhandenen. (Bzw. falls es einen vorhandenen findet, fragen, ob eins den verwenden möchte.) Zusätzlich gleich erklären, was das genau bedeutet, worauf eins aufpassen sollte und was dann momentan nicht funktioniert (z.B. Volltext-Suche, weshalb’s grad Initiativen gibt, das zu ändern…) -> Enigmail-Assistent scheint da noch eine Macke zu haben (mal abgesehen davon, dass es schwer zu finden ist…), bei der Auswahl eines Schlüssels zum Unterschreiben. Wenn eins mehrere Accounts hat, setzt es denselben Key bei allen Identitäten. Not sure if that’s what I want…

Sinnvolle Defaults

Das Programm sollte sinnvolle Defaults haben, die ich im Menü ändern kann. Generell gibt’s jetzt diese Option eh schon (“Bequeme Verschlüsselungs-Einstellungen”), aber für mich gehört da noch mehr dazu, als einfach nur automatisch Mails zu verschlüsseln (sofern Schlüssel vorhanden).

Einstellungsmöglichkeiten entwirren

Wahrscheinlich ist es ein Problem von Thunderbird generell oder dass Enigmail eine Funktionalität ergänzt, die eigentlich von Thunderbird selbst kommen sollte, aber find die verschiedenen Einstellungsmöglichkeitendialoge verwirrend und unnötig kompliziert.

Grundsätzlicher Perspektivenwechsel

Anstatt mir die Info zu geben, dass eine Mail verschlüsselt und korrekt signiert ist oder nur korrekt signiert ist, sollte sie mir eher Infos geben, dass eine Mail eben nicht signiert ist oder dem Schlüssel nicht vertraut wird. Also dass quasi bei Postkarten draufsteht, dass sie eine Postkarte sind und von allen am Postweg gelesen werden konnte.

Web of Trust

Kenne den aktuellen Stand der Diskussion nicht, aber eigentlich sollte Key signing einfacher funktionieren. Viel einfacher. Bin mir sicher, da gibt’s schon überlegungen dazu, aber jo. Vielleicht ist auch das zugrundeliegende Modell flawed (weil eins nicht öffentlich machen will, wer alles einem vertraut) aber das wird Enigmail auch nicht ändern. Was es aber ändern könnte, wer einen Mechanismus einzuführen um Keys einfacher zu signen und den Schlüssel auszutauschen.

Mails unverschlüsselt speichern?

Bei meinen Recherchen bin ich auf ein paar interessante Beiträge gestoßen, die der Meinung sind, dass E-Mailverschlüsselung nur für den Versand wichtig ist, danach könnt eins eh unverschlüsselt speichern. (Was das Problem mit der Volltextsuche beheben würd.)

Wie das konkret ausschauen soll, weiß ich nicht. Denk mir nur, dass es vielleicht blöd ist, wenn eins SMTP verwendet und eins den Anbietern (Google, Yahoo, GMX, …) nicht so ganz vertraut, aber vielleicht ist es ja auch eine Möglichkeit die Mail nur lokal dauerhaft zu entschlüsseln.

Fazit

E-Mailverschlüsselung sollte First Class Citizen werden, wenn’s wirklich weite Verbreitung finden soll.

auswandern nach berlin…

irgendwie kotzt mich in letzter zeit wien an und der wunsch nach veränderung wächst und wächst. ich weiß noch nicht, ob ich den schritt tatsächlich durchführen werde, aber seit dem ich den gedanken vor ca. einer woche hatte, nimmt er mehr und mehr gestalt an.

zunächst hab ich mir einfach nur gedacht, dass ich vielleicht gleich dort job suche und meinen lebensmittelpunkt mal für paar jährchen dorthinverlege. aber jetzt könnt ich mir auch vorstellen nur mal fürs mögliche masterstudium dorthinzuziehen und dafür eventuell ein leistungsstipendium zu beantragen, dass mich erhält.

was ich mir gerad vorstellen kann, weiter zu studieren: social, affective and cognitive neuroscience an der fu berlin, wobei das studium auch zulassungsbeschränkt ist und ich dafür vielleicht mal einen englisch-kurs machen müsst…

andererseit packt mich das thema grad allgemein eher nicht bzw. würd ich grundsätzlich mehr zu sozialpsychologischem zeux (insbesondere gewalt und -umgang) machen und so. weil mich das in allen zusammenhängen irgendwie verfolgt und eigentlich auch recht allgegenwärtig ist.

aber dazu vielleicht in einem anderen beitrag mehr. hab grad nicht so die energie das auszuführen…

studieren

grad im gespräch mit einer fachtutorin herausgefunden, was falsch an hausübungen ist. beim beantworten von irgendwelchen langweiligen fragen, also dem überprüfen von wissen, wird wesentliches nicht vermittelt und ich kann nachher auch nicht sagen, ob die person was verstanden hat oder nur gelernt hat, texte wiederzukäuen. spannender wär’s doch (und für studierende vielleicht sinnvoller) wenn stattdessen fragen zu stellen wär, um gerade sachen, die eins nach lektüre eines textes nicht verstanden hat (bzw. auch um bei aufgabenstellungen für die sich eins nicht befähigt fühlt), eine antwort zu bekommen und den kontext eines textes zu verstehen.

warum schreibt die person dieses und jenes, aus welcher perspektive, vor welchem hintergrund, mit welcher intention. was finde ich problematisch und so weiter. fragen, die sich seriöse wissenschaftler_innen schon stellen, wenn sie theorien ausarbeiten und forschen

rhizome vs. trees

Gelange gerade zur Einsicht, dass eins meiner ursprünglichen Forschungsfelder wohl spannend, aber vorerst mal unrealisierbar ist. Dazu fehlen mir einerseits die Ressourcen (mag/kann nicht alles speichern bzw. hab ich keinen Zugriff auf viele Daten), andererseits hinterfrag ich auch ein bisschen die Sinnhaftigkeit des ursprünglichen Projekts und schau mir an, inwiefern sich dieses noch retten lässt. Aber der Reihe nach.

Das Problem

Du hast einen Text und möchtest mehr über ihn erfahren, ohne ihn zu lesen oder eine genauere Ahnung zu haben. Bzw. möchtest du nach dem Lesen verstehen worum es geht, weil du keine Ahnung über den Kontext hast, welche Fragen da eigentlich behandelt werden, etc.

Der Blick ins Literaturverzeichnis kann diesbezüglich manchmal ganz aufschlussreich sein, allerdings ist die Darstellung eher mühsam bzw. wenig ergiebig, wenn das Feld neu für dich ist und du eh keine Ahnung hast und überhaupt.

Die ursprüngliche Idee

Vielleicht die naive Vorstellung, dass es was fürs Textverständnis bringt, Referenzen zu visualisieren. Ich mein, es wird sicher irgendwas geben, wofür es nützlich sein kann, diese Metainformationen zu analysieren (z.b. für eine Kritik an dem Text, der fehlende Berücksichtigung von relevanten Autor_innen oder für ein Feld zentrales Gedankengut nachweisen möchte), aber nichts fürs Textverständnis (einfaches Beispiel: in einem Feld, wo eins nicht zu Hause ist, das Literaturverzeichnis anschauen und sich fragen, was eins mit den Namen von unbekannten Autor_innen anfangen soll).

Die Idee führt vielleicht auch von diesem falschen Bild, welches ich in meinem Kopf hab, nämlich dass diese Information so relevant sei; wobei ich nur mein eigenes Verhalten anschauen muss, um zu merken, dass ich selbst keineswegs so zitiere, wie ich’s vielleicht – um den wissenschaftlichem Ideal zu genügen – sollte. Viele Ideen kommen von sovielen Orten, dass die Wurzel nicht mehr auszumachen ist. Mal abgesehen davon, dass sich mein Verständnis von Texten von dem anderer Menschen unterscheidet, weshalb es kein richtiges Textverständnis geben kann.

Und ich denk da liegt der Hund auch irgendwo begraben, weshalb meine ursprüngliche Idee, nicht so zielführend ist bzw. wo feministische Wissenschaftskritik bzw. generell sowas wie Poststrukturalismus ansetzen würde. Diese seltsame Vorstellung, dass es ein objektives bzw. hegemoniales Wissensverständnis gäbe, wo Begriffe klar definiert sein können und sich Wissen hierarchisch in eine Baumstruktur zwängen könnte.

Klar, zwischen der Arbitrarität von Wörtern (dass es quasi gesellschaftliche Konvention ist, wenn bestimmte Signifikanten und nicht andere auf irgendwelche Dinge referieren bzw. diese bezeichnen) und der Beliebigkeit von Definition, weil es keinen Wesenskern gibt (bzw. Platons Ideenhimmel), gibt’s nen Unterschied und Definitionsfragen sind manchmal (meist) auch umkämpft (vgl. z.B. dieses Butler Interview – TODO: Punkt, den ich machen möchte, ausarbeiten…).

Generell arbeite ich mich gerade gedanklich durch Silke van Dyks Poststrukturalismus. Gesellschaft. Kritik. (PDF) und hab da das Wort rhizomatisch (vgl. Wikipedia) ganz spannend gefunden, welches mir neu war. Inwiefern ich was mit der Kritik anfangen kann (dass eine rhizomatische Haltung etwas vielleicht schlechtes ist?), weiß ich noch nicht. (Spannend ist jedoch vielleicht der Vergleich mit diesem Aufruftext. Und auch wenn ich das Fazit der Gegenveranstaltung nicht vorwegnehmen wollen würde, denke ich doch, dass es gänzlich anders und wahrscheinlich um einiges “regressiver” ausfallen wird, als van Dyks…)

Und jetzt?

Tja, jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher, inwiefern so ein Tool, welches auf Basis dieses Baum-Modells basiert, noch sinnvoll ist. Ich mein, im Grunde könnt ich dem schon noch was abgewinnen (so wie ich ja auch “wissenschaftliche Erkenntnisse” per se nicht ablehne, sondern meist ja auch teile), allerdings wäre für mich grad eher so ein Projekt zum eigenen Verständnis wichtiger, wo ich quasi meine gedankliche Querverbindungen und Assoziationen sichtbar machen kann.

Also vielleicht bin ich auch einfach nur unzufrieden mit meinen bisherigen Erfahrungen mit Literaturverwaltungssoftware (wo eins quasi nur Listen erstellen kann) und würd mir da gern software-technisch einfach mehr Unterstützung wünschen (wobei ich da zugegebenermaßen jetzt auch kein Experte drin bin). Weil persönlich hab ich das Gefühl, dass bei vielen wissenschaftlichen Arbeiten, da einfach viel Zeit drauf geht, so Verbindungen nachzuschlagen und zu überprüfen, die sich auch automatisieren lassen müssten.

Letztlich hab ich keine Ahnung, ob das was ich jetzt haben will, realisierbar ist, oder sinnvoll – weil’s ja dann einen für die eigene Erkenntnis vielleicht wichtigen Schritt abnimmt und die Gefahr besteht, dass so Verbindungsvorschläge so einer Software von recherchefaulen Menschen wie mir nicht mehr kritisch überprüft werden würden und damit quasi ganz viel vorgeben – andererseits denk ich halt, dass unter der Prämisse, dass ich sowieso recherchefaul bin, es auch nicht schaden kann, wenn das ganze expliziter stattfindet.

Im Grunde geht’s mir auch ein bisschen um sowas wie persönliche Wikis, die aber bessere Literaturverwaltung ermöglichen (Idealfall: mit Vollzugriff auf sämtliche Datenbestände) und auch zur Strukturierung meiner Arbeit beitragen können (z.B. wenn ich Exzerpte anlege, dass die dann besser integriert werden und so mit Zitierstelle eingefügt werden können und so weiter).

Mein Traum von einem Tool, welches Texte versteht und für schnell dahingeschriebene Stellen geeignetete Zitatvorschläge bringt, ist glaub ich nicht realisierbar (bzw. gibt’s ja schon so Suchmaschinen wie Google Scholar). ;)

Individuelles Studium?

nachdem ich grad etwas planlos so von tag zu tag vor mich hinleb, dacht ich mal, dass ich die option eventuell ein individuelles studium nachzugehen mal etwas verschriftliche.

was spricht dafür? ich mag sowieso irgendwas studiumsmäßig machen, allerdings kotzen mich grad alle vorgefertigten studienangebote an, weil keines maßgeschneidert auf mich und meine interessen passt. prinzipiell könnt ich mir auch vorstellen, einfach die steop für ein bachelorstudium zu schaffen und dann im rahmen des interessensmoduls irgendwas zu studieren, andererseits lockt mich das noch nicht genug, um die steop zu schaffen. weshalb ich mir gedacht hab, dass ich sowieso mal das vorhandene angebot nach interessanten veranstaltungen durchforsten sollte, um mir einen überblick zu verschaffen. ob ich das dann wirklich durchzieh ist ja eine andere frage…

thematisch hab ich ja schon mal angedeutet, was mich so grundsätzlich interessieren würde. in der zwischenzeit weiß ich nicht, inwiefern sich das alles geändert hat, aber das spielt ja auch weniger eine rolle.

hauptsächlich würde mich (soziale) netzwerkanalyse als basis einer umfassenden gesellschaftskritik interessieren (wo ich gern mal ein video zu unterschiedlichen theorien/modellen machen würde und inwiefern sich diese wo widersprechen und/oder wo sie sich gut ergänzen bzw. verschiedene perspektiven liefern, etc.)

allerdings denk ich, dass für mein vorhaben noch mehr ahnung über einerseits sprache/kognition/kommunikation andererseits aber auch wissens(re)produktion notwendig wäre.

semantik fänd ich auch spannend und generell so die frage, inwiefern wir (informatische) tools zum verständnis einsetzen können. (nur so als beispiel, http://voyant-tools.org/) – eindrucksvoll auch, wenn die erwartete antwort auf die frage “worum geht’s eigentlich in dem text?” durch sowas total gebrochen werden kann. zumindest  find ich, dass so ne erkenntnis für ne person, die sich hauptsächlich für epistemologische fragestellungen interessiert hat und deswegen alles andere nicht erkennen kann, scho unbezahlbar sein kann…

wobei das jetzt nur ein beispiel wäre, um sowas am text eher oberflächliches zu visualisieren. wichtiger fänd ich ja so sinnzusammenhänge und wenn so ein semantisches netz möglich wäre, wobei da die frage auch ist, inwiefern diese assoziationsprozesse sinnvoll automatisiert werden können.

im grunde ist halt auch die frage, was genau erreicht werden soll. mir persönlich würde ja auch sowas wie ein zitate-check reichen. also wenn ich jetzt keine eigenständige theoriebildung brauch, aber mir der prozess zum überprüfen von aussagen/argumenten erleichtert wird. (ohne sich dabei auf fragwürdige sekundärliteratur beziehen zu müssen, in denen alle antworten drinstehen.)

wie das genau ausschaut, weiß ich nicht – teilweise könnt’s auch einfach nur ne visualisierungshilfe von wissenschaftlicher lektüre sein. also dass ich meta-infos so darstelle, dass ich anschlüsse an mir bekannte autor_innen, theorien, ideen finde bzw. vielleicht sogar einstiegslektüre, die den zugang erleichtern vorgeschlagen werden. – ich mein, ich denk sowas wär auch ohne automatisierung hilfreich, insofern wär die frage der darstellung auch eine zentrale.

teilweise denk ich ja, dass das ein nicht-generalisierbares problem ist (insofern es wohl schwer sein wird, verschiedene weltanschauungen/paradigmen aus text zu ex-/abstrahieren…), anderseits glaub ich halt auch, dass sich das schon lohnt, wenn’s dafür eine gemeinsame sprache gäbe (wobei die möglichst inklusiv sein sollte…)

weshalb ich’s eigentlich auch spannend fände, mal nur so ne explizierung meines derzeitigen verständnisses zu probieren und dabei nicht aus den augen zu verlieren, was wichtig/wesentlich/… ist.

tjo, unabhängig davon, in was für einen rahmen ich meine forschungsbestrebungen anstrebe (oder ob das nur gedankenspielereien sind, denen ich nie nachgehen werde, weil ich zumeist von der unmöglichkeit der umsetzung ausgehe), fänd ich’s schon cool, wenn ich meine innere hin-/her- und zerissenheit zwischen verschiedenen positionen und deren widersprüche endlich etwas gegensetzen und aufheben könnte. bzw. mir eine als sinnvoll erscheinende beschäftigungsmaßnahme aufhalsen könnte, für die ich mich auch begeistern könnte.